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Home » Episodenguide » 1. Staffel » Paradies auf Erden

 

 

Episodenübersicht:
1. Staffel

Letzte Episode:
Der König des Rock'n'Roll

Nächste
Episode:
Im Reich des Hexenmeisters

Produktionsnummer:
70409

Networknummer:
SL-110

 

DVD:
Box 1 [Disc 3]


Media:
ScreenCaptures

Diskussion:
Forum
SF-RADIO

Regie:
Les Landau

Buch:
Jon Povill

Nicholas Lea

Ryan Simms

 

Alex Datcher

Julianne Murphy

 

Kevin Cooney

Ken Neisser

 

Geoff Edwards

Geoff Edwards

 

Tim Henry

Agent Jones

 

Mike Kopsa

Agent Wilson

 

Nathan Venering

Vater Fergus

 

Walter March

väterlicher Freund

 

Kristina Matisic

Nachrichtensprecherin

 

David Glyn-Jones

älterer Mann

 

Ted Cole

freundlicher Mann

 

Cameron Labine

Rollerblade Kind

 

David Adams

Der Operator

 

Jason Gray Stanford

Bellhop

 

Charlie McGlade

English Charlie

 

Mike Levy

Mike Levy

Staffelwichtigkeit:

5/5

Serienwichtigkeit:

5/5

Spannung:

5/5

Humor:

2/5

Gesamteindruck:

5/5

 

 
  Durch eine Lotterie gibt es auf der von den Sliders besuchten Erde nur eine Bevölkerung von 500 Millionen Menschen. Wer an der Lotterie teilnimmt kann 5 Million Dollar gewinnen. Der Gewinner muss danach jedoch sterben um die Bevölkerungszahl klein zuhalten. Auch Wade nimmt teil und gewinnt...


  Als Quinn, Rembrand, Wade und Professor Arturo auf der nächsten Welt laden, werden sie von einem Hund, den Wade Henry nennt, in Empfang genommen. Wade hat beschlossen ein Tagebuch zu schreiben. Darin will sie all ihre Erlebnisse in parallelen Dimensionen festhalten. Sie beginnt gleich damit, diese Welt auf der die Sliders nun sind zu beschreiben. San Francisco kommt ihr vor wie eine Kleinstadt und auf der gesamten Erde leben nur etwa 500 Millionen Menschen.

Als sie an einem Obststand etwas kaufen wollen, vermisst Arturo seine Brieftasche. Ein junger Mann hat es gefunden und gibt es dem Professor. Quinn entdeckt ein Werbeplakat mit der Aufschrift "Trink BC Cola - Geburtenkontrolle aus der Dose!" Auf dieser Welt scheint es keine Verbrechen und keine Armut zu geben. Jedermann ist glücklich und zufrieden. All das kommt vielleicht durch ein Lotterie-System bei dem man sich soviel Geld wie man will auszahlen lassen kann. Obendrein hat jeder der an der Lotterie teilnimmt die Chance auf den Hauptgewinn von 5 Million Dollar. Rembrandt holt sich 5000 Dollar, der Professor gibt sich mit 5 Dollar zufrieden und Wade lässt sich 1000 Scheine ausspucken.

Während Rembrandt und Arturo gemeinsam fischen, sind Quinn und Wade im Wald reiten. Wade überlegt vielleicht in dieser friedlichen Welt zu bleiben. Aber Quinn geht es nicht so. Er hat noch immer die Hoffnung eines Tages nach hause zu kommen.

Am Abend sitzen die Sliders vor dem Fernseher und verfolgen die Gewinnerbekanntgabe der Lotterie. Eine Frau namens
Julianne Murphy, die Rembrandt sofort gefällt, gewinnt. Aber auch Wade ist unter den 12 glücklichen Gewinnern.

Am nächsten Tag fahren die Sliders in einer Limousine zu ihrem neuen Hotel. Anschließend geht Wade auf Shopping-Tour um sich für den Lotterie Ball einzukleiden. Wade hat dafür eine so genannte "
Carte blanche" (eine Art Kreditkarte) bekommen. Dafür erhält sie alles was sie möchte.

Quinn hält es nicht mehr aus und will erstmal gehen. Im kommt es suspekt vor, dass man einfach so an einem Automaten Geld holen und dann auch noch den Jackpot knacken kann.

Inzwischen hat der Lotterie-Ball begonnen. Arturo bemerkt die strengen Sicherheitsmaßnahmen. Der Veranstalter will damit die "Recht auf Leben"-Leute abhalten, einfach so reinzuplatzen. Nach dem Wade noch ein Formular unterschrieben hat, in der sie nahen Verwandten ihren Reichtum vermachen kann, macht sie Bekanntschaft mit Ryan Simms, einen der Gewinner. Er fordert sie zum Tanz auf. Rembrandt ist zusammen mit Julianne Murphy auf den Ball gekommen. Er hat sich in sie verliebt...

Quinn begegnet einem Pfarrer, er gehört zur "Recht auf Leben"-Bewegung. Er versucht mit allen Mitteln die Lotterie zu stoppen. Dabei erfährt Quinn, dass die Gewinner am nächsten Tag sterben müssen. Die Lotterie hat nämlich den Zweck die Bevölkerungsdichte zu kontrollieren. Sofort berichtet er seinen Freunden von diesem System. Doch die Leute wissen davon und nehmen freiwillig teil. Sie nennen das "Platz machen". Da Wade natürlich nichts davon wusste, muss sie nun solange durchhalten, bis der nächste Slide beginnt.

Rembrandt will, dass er und Julianne zusammenbleiben. Doch sie versteht es so, als wolle er mit ihr sterben. Er erzählt ihr vom Sliden. Auch Wade erklärt Ryan woher sie kommt und wohin sie gehen muss. Ryan erzählt ihr was passiert wenn man das Lotterie-System hintergeht. Man wird zwar auch sterben, jedoch schmerzhaft.

Remmy ist dabei Julianne abzuholen. Im Hotelzimmer wird er von der Polizei verhaftet. Sie hat ihn angezeigt, weil er gegen das Lotterie-System verstoßen hat. Etwas später macht sie sich bereit zum sterben. Zuvor will sie noch einmal Rembrandt sehen. Sie trinkt ein schmerzloses Gift und stirbt in seinen Armen. Anschließend wird er ins städtische Wiederaufbereitungscenter geschafft um dort ebenfalls zu sterben.

Quinn und der Professor wollen Rembrandt retten. Wenn sie es nicht schaffen sollten, rät Quinn Wade alleine zu sliden. Mit Hilfe der "Recht auf Leben"-Demonstranten gelingt den beiden schließlich, Rembrandt aus dem Gefängnistransporter zu befreien.

Unterdessen wartet Wade im Ballsaal. Da Henry bellt, wird sie vom Lotterieball-Verantstalter entdeckt. Doch er wird von Ryan außer Gefecht gesetzt. In diesem Moment erreichen auch Quinn, Arturo und Remmy den Saal. Gerade rechtzeitig können sie den Wirbel öffnen und fliehen. Doch als Quinn in den Vortex springt wird er noch von einer Kugel in den Rücken getroffen.

Auf der nächsten Welt, auf die Ryan und der Hund mitgeslidet sind, fällt Quinn ohne jede Vorwarnung vor seinen Freunden zusammen. Wade bemerkt, dass Quinn stark blutet und glaubt er sei durch die Schusswunde gestorben...
 

 

 

Die kurze erste Season endet mt einem Höhepunkt, der an Action und Dramatik nur schwerlich zu überbieten ist. Dabei ist "Paradies auf Erden" eine bitterböse Episode, die den stehenden Begriff "Politisch korrekt" nimmt und kräftig darauf herumtrampelt. "Sliders" war noch nie ein konservatives Programm, aber hier wird so konsequent wie nur selten zuvor eines zelebriert: das Recht auf die Entscheidungsfreiheit. So wie einige auf dieser Welt wählen, zu sterben, um auf der Allgemeinheit einen Dienst zu erfüllen, wollen einige leben und wieder andere kämpfen gegen das System an. Aus moralischer Sicht, die natürlich aus unserer eigenen Kultur heraus geprägt ist, ist die Gesellschaft zutiefst verkommen, aber wie Arturo sehr richtig ausführt, liegt das im Auge des Betrachters, da es hier weit weniger Leid als auf den meisten anderen Welten inklusive der unseren gibt. Mit dieser Aussage im Gepäck präsentiert sich "Paradies auf Erden" als unangenehme Episode, die das Recht auf vollkommene Freiheit bis Extrem exerziert und dabei zeigt, wie leicht aus einem Utopia ein Alptraum werden kann.

Diese Folge verfügt über alles, was notwendig ist, um Serienkost zu einer packenden und aufregenden Angelegenheit zu machen. Ein interessantes Drehbuch, das philosophische und moralische Probleme anspricht, dabei jedoch keine einfache Lösung präsentiert, sondern dem Zuschauer die Zeit lässt, seine eigene Meinung zu bilden, schöne Actionparts und ein Beziehungsgeflecht, das Haupt- und Nebencharaktere in besonders gutem Licht erscheinen lässt und von ihrer interessantesten Seite zeigt. Hinzu kommen schöne und bedrückende Momente. Besonders Remmy, der zum Tod von Julianne beiwohnen muss, die "Paradies auf Erden" zu einem würdigen Abschluss einer guten ersten Staffel machen und die Neugier auf das zweite Jahr wecken.

Die erste Season schließt mit einem aufregendem Cliffhanger, an dessen Ende es tatsächlich so aussieht, als wäre Quinn tot. Dies galt um so mehr, da mit Ryan von dieser Welt gleich ein scheinbarer Ersatz mitgebracht wurde.

Nicholas Lea, am 22. Juni 1962 in New Westminster, Kanada, geboren, ist Fans der "Akte X" bestens als zwielichtiger Schurke Krycek bekannt. Damals hielt sich noch das Gerücht, das Lea neben seiner wiederkehrenden Rolle bei "Akte X" auch bei den "Sliders" einen wiederkehrenden Part innehaben könnte. Über den Verlauf seiner Karriere kann er sic aber auch so nicht beklagen.

Die Nebendarsteller Charlie McGlade und Mike Levy sieht man in der Episode nicht, weil die betroffene Szene mit ihnen in der Endfassung herausgeschnitten wurde.

 

 

     
   
 
USA Luck of the Draw 17.05.1995 FOX
Deutschland Paradies auf Erden 28.12.1997 RTL
Frankreich Un monde parfait 03.09.1996 M6
Italien Maledetta fortuna 13.08.2000 Italia Uno
Spanien Suerte unbekannt TVE La 2
Russland Лотерея unbekannt CTC
Brasilien Loteria às Avessas unbekannt USA Network
Tschechien Luck of the Draw unbekannt Česká televize
Finnland Paratiisin portilla 06.04.2000 TVTV!
Ungarn A sors keze unbekannt RTL KLUB
Polen Loteria Szczęścia 17.05.1997 RTL 7
 
   
     

 

     
 

Quinn's Sturz

 

In dieser Szene, als Quinn durch einen Ast vom Pferd fällt, verletzt er sich links an der Stirn. Man sieht auch wie die Wunde blutet. Im ersten Bildschnitt sehen wir, das er sich mit der rechten Hand an die schmerzende Wunde fasst. Links ist dabei kein Blut zusehen. Noch in der gleichen Szene, nur ein Kameraschnitt liegt dazwischen, hat Quinn urplötzlich die linke Hand an der Wunde. Auch als Wade mit ihrem Tuch das Blut abtupft sieht man in der einen Einstellung gar kein Blut.

 

Hier dürfte es sich um einen simplen Schnittfehler handeln. Oft werden Szenen wie diese, mehrmals von verschiedenen Kamerapositionen aus gedreht. Dabei achtet man selten auf solche Kleinigkeiten.

 
     
     
 

Welles oder Wells?

 

Auf dem Monitor von der Lotterie wird Wades Nachname ohne zweites "e" geschrieben und in der Episode "Männermangel" aus der zweiten Staffel gibt es ein Fahndungszettel auf dem Wade Welles mit zweitem "e" geschrieben wird. Von daher kann man sich nun darum streiten welche Schreibweise die korrekte ist. In der Episode sieht man zwar den Namen von Wade nicht vollständig, es gibt aber ein Scan des originalen Fahndungszettels.

Auf zahlreichen Internetseiten wird Wades Nachname entweder mit oder ohne dem zweiten "e" geschrieben. Offiziell gibt es da leider keine Bestätigung. Möglich ist auch, dass die Autoren es nicht für wichtig erachteten. Denn im original Drehbuch des Pilotfilms (Seite 78) wird Welles mit "e" geschrieben.

 
     
     
 

Mikrofon

 

In dieser Szene kann man sehen wie bei Quinn am hinteren Hosenbund ein drahtloser Mikrofonsender befestigt ist. Dieses wurde nicht sorgfällig versteckt. Da Quinn-Darsteller Jerry O'Connell rennt, wedelt seine Jacke hoch und dar Sender kommt zum Vorschein.

 
     


   
   

id 020 | Lotterie ERde

ca. 3 Tage und 18 Stunden

 

Als die Sliders auf dieser Erde ankommen, stellen sie fest, dass es weder Armut, noch Verbrechen oder Umweltverschmutzungen gibt. Auch sind nie Kriege ausgebrochen. Alle Menschen führen ein friedliches und ruhiges Leben, ähnlich dem Paradies. Jeder der Geld benötigt, kann sich dies in unbegrenzter Menge von einem Automaten auszahlen lassen. Jeder der dies tut, nimmt automatisch an einer Lotterie teil, bei der es zusätzlich 5 Millionen Dollar zu gewinnen gibt. Jedem stehen auch so genannte "Gemeinschaftswagen" zur Verfügung.

 

San Francisco ist hier eine Kleinstadt mit weniger als 100.000 Einwohnern. Auf der gesamten Erdkugel leben sogar nur 500 Millionen. Das sind nur etwa 10% auf unserer Welt. Präsidentin der Vereinigten Staaten ist Jocelyn Elders.

Es gibt aber auch Schattenseiten auf dieser parallelen Erde. Um die Bevölkerung klein zuhalten setzt man auf Geburtenkontrolle. Zum einen durch Getränke wie "BC Cola" als auch durch die Lotterie selbst. Denn jeder der daran teilnimmt und Gewinnt muss unweigerlich und schmerzlos sterben. Dies nennt die Gesellschaft "Platz machen". Landesweit sind so schon über 50.000 Menschen getötet wurden. Alles läuft jedoch freiwillig ab. Die Erben der Gewinner bekommen dann das gesamte Vermögen. Sollte aber doch ein Gewinner gegen die Regeln des Lotterie-Systems verstoßen muss derjenige qualvoll sterben. Es gibt auch Leute die gegen das System sind und wollen, dass das Morden gestoppt wird. Diese Gruppe nennt sich "Recht auf Leben".

 

Schon im 19. Jahrhundert merkte der britische Ökonom Reverend Thomas Malthus an, dass die Menschheit dazu verdammt sei im Elend zu leben, weil die Nahrungsproduktion nicht schritt halten kann, wenn das Bevölkerungswachstum nicht verlangsamt wird. Offenbar wird diese These in dieser Welt sehr ernst genommen.

Präsidentin Alders wohnte trotz des Protestes der Recht-auf-Leben-Extremisten (das sind meist Akademiker und Wissenschaftler), der Eröffnung des Thomas-Melphis-Centers für sexuelle Ethik und Erziehung bei. Dort werden die Mensch belehrt wie man möglichst wenig Nachkommen zeugt um so ein starkes Bevölkerungswachstum zu verhindern.

 
   
   
   
     
   
   

id 021 | Schusswunden Erde

ca. 3 Tage

 

Viel ist über diese Erde nicht bekannt. Die Sliders landen auf einer Grünfläche mit einigen Bäumen und Büschen. Quinn wurde kurz vor dem Sprung in den Wirbel von der Lotterie-Polizei in den Rücken geschossen und bricht, als er auf dieser Welt ankommt, vor den anderen Sliders zusammen. Auch Ryan Simms und der Hund Henry sind mit auf diese Welt gereist. Weitere Informationen zu dieser Erde gibt es auch hier.