Episodenguide
Die vier Sliders landen getrennt auf einer parallelen Erde, auf der das Internet die einzige Form der Kommunikation darstellt. Dabei werden sie von einer kriminellen Gang bedroht.
Die Sliders landen in einer scheinbar makellosen, aber menschenleeren Stadt aus Glas und Stahl bei den „Ivory Towers“. Das Team wird sofort getrennt: Quinn und Rembrandt sind im Inneren eines Gebäudes gefangen, während Wade und Arturo auf der Straße stehen. Schnell wird klar, dass die Gesellschaft in zwei extreme Klassen gespalten ist:
Die Onliner: Wohlhabende Bürger, die isoliert in gigantischen Türmen leben. Ihr gesamtes Leben findet virtuell im sogenannten „Concourse“-Netzwerk statt. Ihre Gehirne sind physisch per Kabel an Interface-Stühle angeschlossen und dienen als biologische Prozessoren für das System, während ihre Körper verkümmern.
Die Offliner: Menschen, deren Gehirne nicht mit den Maschinen kompatibel sind. Sie wurden aus der modernen Gesellschaft verstoßen, leben in Armut auf den verfallenen Straßen („No Side“) und müssen sich gegen kriminelle Gangs (die „Scavengers“) wehren.
Draußen treffen Wade und Arturo auf Quinns Doppelgänger, einen rebellischen „Offliner“-Techniknerd, der aus Schrott einen eigenen Laptop gebaut hat. Er wird von einer brutalen Gang unter der Führung von Michael Hurley angegriffen. Wade und Arturo retten Quinn-2, woraufhin dieser die echte Wade für sein Online-Date hält, mit dem er eine rein digitale Romanze führt. Sie fliehen in das ärmliche Versteck von Quinn-2 und dessen resolute Mutter Amanda, die Technologie zutiefst verabscheut. Zwischen der echten Wade und Quinn-2 funkt es heftig.
Im Inneren des Turms werden Quinn und Rembrandt von Sicherheitsdrohnen gestellt, aber von Wades Onliner-Doppelgängerin gerettet. Wade-2 hält unseren Quinn wiederum für ihren heimlichen Chat-Partner. Sie bringt sie in ihr Apartment, wo Quinn schockiert feststellen muss, dass Wade-2s gesamte Familie regungslos in Interface-Stühlen verkabelt ist. Bevor sie selbst nächste Woche dauerhaft an das Netz angeschlossen wird, wollte sie ihren „Quinn“ einmal im echten Leben treffen und küsst ihn leidenschaftlich – sehr zum Entsetzen von Rembrandt.
Über eine digitale Verbindung per Laptop und Terminal fliegen die falschen Identitäten schließlich auf. Wade-2 bricht das Herz, als sie erfährt, dass ihr genialer Chat-Partner in Wahrheit ein „minderwertiger“ Offliner ist. Dennoch willigt sie ein, nach draußen zu gehen, um sich mit den Sliders und Quinn-2 zu treffen.
Draußen eskaliert die Situation: Der Gangster Hurley entführt Wade-2. Er will sie als „Sklavin“ in einen Interface-Stuhl zwingen, um mithilfe eines Manipulations-Chips die Kontrolle über die mächtigen Sicherheitsdrohnen der Onliner zu erlangen und so die Herrschaft über die Unterwelt zu übernehmen.
Die Sliders und Quinn-2 stürmen Wade-2s Apartment. Durch ein Hacker-Manöver übernimmt Quinn-2 die Kontrolle über den Interface-Stuhl. Der Stuhl fängt Hurley ein, verpasst ihm eine Narkose und schließt ihn dauerhaft an das Concourse-Netzwerk an – Hurley endet als willenloser Prozessor direkt neben Wade-2s Familie.
Wade-2 beschließt, ihr steriles Online-Leben hinter sich zu lassen und bei Quinn-2 in der realen, rauen Offline-Welt zu bleiben. Die beiden Doppelgänger finden trotz ihrer Unterschiede zueinander.
Als das Zeitfenster für die Sliders abläuft, öffnet Quinn das Portal. Kurz vor dem Sprung reflektieren die echte Wade und der echte Quinn ihre Erlebnisse und die verpassten Chancen ihrer eigenen Beziehung. Wade lächelt Quinn an und sagt, dass sie – egal ob wie ihre Doppelgänger oder nicht – auf ihren Reisen längst ein Paar geworden sind. Gemeinsam springt das Team in die nächste Dimension.
Doch bevor die Folge Vernetzt (Net Worth) so produziert wurde wie wir sie kennen, gab es noch eine andere Version unter dem Titel Net Worth: The Quinn and Wade Edition und war ursprünglich als Season-3-Geschichte mit dem Titel Onliners konzipiert. Diese frühe Fassung sollte die Beziehung zwischen Quinn und Wade in einer internetbasierten Variante von Romeo und Julia erzählen. Die Entwicklungsgeschichte dieser Episode ist jedoch unklar und teilweise widersprüchlich überliefert.
1997 kursierte eine vorläufige Liste geplanter Season-3-Episoden, auf der Onliners aufgeführt war, obwohl die Folge nie produziert wurde. Später wurde vermutet, dass das Konzept in Vernetzt (Net Worth) aus Staffel 4 eingeflossen sein könnte, einer ebenfalls internetzentrierten Geschichte, in der einzelne Elemente auffällige Parallelen aufweisen.
Innerhalb der Fan- und Recherchequellen gab es unterschiedliche Einschätzungen dazu, ob „Onliners“ tatsächlich in „Net Worth“ überführt wurde oder ob beide Projekte unabhängig voneinander entstanden. Zeitweise wurde angenommen, dass Produktionsänderungen und der Ausstieg von John Rhys-Davies eine Rolle bei der Umstrukturierung möglicher Staffel-3-Plots spielten.
Spätere Produktionsdokumente deuten jedoch darauf hin, dass „Onliners“ tatsächlich als Season-3-Skript unter dem Titel „Net Worth“ geplant war, bevor die Produktion eingestellt wurde. In diesem Zusammenhang erhielt das Projekt sogar eine Produktionsnummer, wurde jedoch letztlich gemeinsam mit anderen geplanten Episoden gestrichen.
Die hier vorliegende Fassung „Net Worth: The Quinn and Wade Edition“ stellt eine kreative Rekonstruktion dar, die versucht, die ursprüngliche Idee mit dem bekannten Drehbuch der späteren Version zu verbinden und so eine mögliche ursprüngliche Umsetzung der Geschichte zu visualisieren.
Die Bewertung basiert auf den Eindrücken der kurzen Inhaltsbeschreibung und wie es hätte sein können, wenn es tatsächlich eine produzierte Episoden geworden wäre.